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„Kita Sandvika“

Hamburg - Neue Mitte Altona
Kita Sandvika  |  ULNA Nord gGmbH
160 Kinder  |  30 Pädagogen  |  1000 qm Fläche
Pädagogisches Konzept, Teiloffen mit Funktionsräumen
4 Elementar Gruppen  |  4 Krippen Gruppen


„Elementarbereich“

 
 

Im Elementarbereich der Kita Sandvika wird teiloffen in vier verschiedenen Funktionsräumen gearbeitet. Im Atelier, im Forscherraum, im Bauraum und im Bewegungsraum. Diese Räume sind so ausgerichtet, dass jeweils ein Bildungsbereich fokussiert wird sowie eine Stammgruppe von 25 Kindern dort zuhause sind. 

In jedem der vier Funktionsräume sind Rückzugsbereiche für Kinder eingebaut. Nachhaltigkeit wird Kindern vorgelebt, indem sie dort auch Mobiliar wie alte Bauernschränke vorfinden.

Nachdem die Kinder Morgens in ihren Stammgruppen angekommen sind und die erste Zeit dort verbracht haben, werden die Räume für alle Elementarkinder geöffnet, damit jedes Kind seinem individuellen Entwicklungs-Bedürfnis nachgehen kann. Die Mahlzeiten werden ebenfalls in den Räumen eingenommen. Die hauseigene Bio-Küche übernimmt die Versorgung. 

„Der Bewegungsraum“

 

Der Bewegungsraum bietet differenzierte Möglichkeiten zur Körper und Sinneswahrnehmung. Kinder und Pädagogen finden hier eine Bewegungsbaustelle, eine Schaukelbalkenanlage und ein Bewegungspodest mit Rückzugsnest. 

Die Bewegungsbaustelle ermöglicht vielfältigste Erfahrungsräume, die die Kinder selbsttätig gestalten können. Durch ein Raumnetz oder ein Schwungtuch, das in der Schaukelbalkenanlage von den Pädagogen angebracht wird, können Kinder gezielt psychomotorische Erfahrungen machen. 

Die Praxis zeigt, dass sich die Schaukelbalkenanlage mit der Bewegungsbaustelle hervorragend kombinieren lässt. Es entstehen täglich neue und vielfältige sowie komplexe Erfahrungsräume.

Das Bewegungspodest bietet Kindern die Möglichkeit verschiedene Ebenen mit unterschiedlichen Materialien zu entdecken. Durch die unterschiedlich hohen Plattformen entsteht ein für die Kinder interessantes Wegenetz mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Höhlen. Die Sinne werden durch die vielen natürlichen Materialitäten wie Massivholz, Kork, Sisal, Kautschuk, Baumstämme, Weidengeflecht, etc. angesprochen. Das obere Nest als Ausguck eröffnet neue spannende Perspektiven in den Raum hinein.

 

„Der Bau- und Rollenspielraum“

 

Der Bau- und Rollenspielraum ist mit einem Rollenspiel- und Theaterpodest, sowie einem großen Baupodest auf mehreren Ebenen ausgestattet.

Auf verschiedenen Ebenen bzw. Flächen können sich Kinder mit unterschiedlichen Materialien wie Bausteinen, Würfeln, Baumscheiben, sowie anderen Naturmaterialien alleine und in Gruppen beschäftigen und auseinandersetzen. Die integrierten Materialgaragen im Baupodest bieten Stauraum für eine Vielzahl von Materialien.

In einer dahinter liegenden Nische wurde das Rollenspiel- und Theaterpodest platziert. 

Im unteren Bereich finden Kinder Raum für darstellende Rollenspiele. Ein roter Samtvorhang eröffnet die Bühne, auf dem Baupodest sitzen die Zuschauer der Theatervorstellung. Im oberen Bereich des Rollenspiel- und Theaterpodest finden Kinder einerseits Rückzugsmöglichkeiten, andererseits eine kleine Wohnung mit Küche für ihre Alltagsrollenspiele.

 

„Das Atelier“

 

Das Atelier wurde gezielt in dem Raum untergebracht, der von zwei Seiten mit viel Tageslicht durchflutet wird. Das Licht dient hier nicht nur als optische „Lichtquelle“, sondern unterstützt auch, durch seine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel, sämtliche Kreativitätsprozesse der Kinder.

An den zwei geschlossenen Seiten des Raums befinden sich funktionale Einbaumöbel mit Waschbecken das auch für die Kinder zugänglich ist, Materiallager sowie Materialpräsentation und Eigentumsfächer der Kinder.

Das Zentrum des Raumes ist die Säule in der Mitte die konkreten Bezug zum Raum sowie deren Inhalte nimmt. Sie gliedert und strukturiert, es entstehen Räume im Raum. Darüber hinaus erfüllt sie verschiedene Funktionen wie, Präsentationen, Aufbewahrung, Spiegelfläche und Malfläche sowie Leuchtflächen für besondere Arbeiten.

Große Spiegelflächen geben dem Raum Tiefe, lenken das Licht, verzerren und erweitern Perspektiven. Das phantasievolle Schaffen der Kinder kann auf differenzierten Untergründen in unterschiedlichen Positionen stattfinden. Auf dem Boden, auf dem Tisch, an der Wand sowie auf der schrägen Staffeleifläche. 

 

„Der Forscherraum“

 

Der Forscherraum als Lernwerkstatt für Kinder hat zwei Bereiche in denen sie sich spielerisch, experimentell und vor allem handwerklich mit verschiedenen Objekten und Materialien auseinandersetzen können. 

Eine Werkbank mit Handwerkszeugen ermöglicht Kindern das Bearbeiten und Bauen von Dingen aus Holz. In einer Nische wurde eine Aufbewahrungs- und Präsentationsmöglichkeit in Form von Regalen geschaffen. Zudem befindet sich dort direkt ein fest integrierter Bearbeitungsplatz.

Ein mobiler Leucht-, Sand- und Tontisch ergänzt die beiden o.g. Bereiche.


Im Frühjahr 2016 begegneten sich die ULNA Nord gGmbH - der skandinavische Träger für Kindertagesstätten und das skandinavisch geprägte Gestaltungsbüro MØTE - Arkitektur Pedagogisk in Hamburg. 

Bei dieser ersten Begegnung entschieden sich die beiden Unternehmer Michael Kaupp von der ULNA Nord gGmbH und Marc Oepen von MØTE - Arkitektur Pedagogisk, das Kita Bauvorhaben in Hamburg - Neue Mitte Altona gemeinsam und interdisziplinär mit Claudio Marcello - bmwquadrat-architekten Marcello+Wiegers PartG mbB und der Innenarchitektin Anke Röttger zu realisieren.

Die Eröffnung der Kita Sandvika wurde im Mai 2018 gefeiert.


 

„das Planungsteam - BV Kita Sandvika“

Auftraggeber und Betreiber

ULNA Nord gGmbH    
Michael Kaupp
Alter Teichweg 55
22049 Hamburg

Architekt 
bmwquadrat-architekten
Marcello+Wiegers PartG mbB        
Claudio Marcello
Hallerstrasse 5a
20146 Hamburg

Innenarchitektin
Anke Röttger
Waabser Chaussee 107
24360 Barkelsby

Pädagogischer Ausstatter
MØTE - Arkitektur Pedagogisk                        
Marc Oepen
Industriestrasse 107
21107 Hamburg


„Krippenbereich“

 
 
 

„Die Eulen“

 
 
 
 

„Die Bären“

Die Kita Sandvika verfügt über vier Krippenräume, die konzeptionell gleich aufgebaut sind. Sie bestehen jeweils aus einem Gruppenraum und einem sich anschließenden Schlaf-und Ruheraum. Zudem teilen sich immer zwei Gruppen einen Sanitärbereich, der ihre Gruppenräume mit einander verbindet. Der Sanitärbereich umfasst eine Wickelstation, Duschmöglichkeiten und WC`s für U3 Kinder.

In jedem Schlaf- und Ruheraum befindet sich ein Schlafpodest mit diversen Rückzugs- und Schlafnischen, in denen bis zu 15 Kinder Schlaf, Entspannung und Erholung finden. Eingebaute Matratzengaragen ergänzen das Podest und sorgen für Ordnung. Außerhalb der Schlafzeiten wird die Podestlandschaft als Rückzugsort, Bewegungsraum und Ort für differenzierte Sinneserfahrungen von den Kindern angenommen. Die Hängewiege bereichert das Podest um einen besonderen Schlafplatz, der viel Geborgenheit gibt und die Beziehung zur Bezugsperson intensiviert.

Die Gruppenräume sind flexibel gestaltet, sodass bei Bedarf die Tische schnell und platzsparend in Garagen verschwinden können und genügend Platz für die U3-Bewegungsbaustelle oder ein großzügiges Krippenatelier auf dem Boden entsteht. Große Spiegel mit Greifmöglichkeiten aus Massivholz unterstützen Krippenkinder in ihrer Identitätsfindung und sind kombinierbar mit der Bewegungsbaustelle.

Ausreichend Tageslicht ist in allen Krippenräumen vorhanden, da sie zum Innenhof und zwischen den einzelnen Räumen über große Fensterelemente auf Kinderhöhe verfügen. 

 

„Die Kraniche“

 
 
 

„Die Hasen“

 

„Eingang und Flur“

 
 
 
 

Der Eingangsbereich empfängt die Kinder und ihre Eltern in einer natürlichen offenen und freundlichen Atmosphäre. Hier beginnt der Kita-Tag der Kinder und Eltern finden zugleich wichtige Informationen rund um die Bildungsstätte.

Vor den Gruppen finden Kinder jeweils den Ort für ihre persönliche Dinge. Hier gibt es ebenfalls Orte an denen sich Eltern untereinander in entspannter Umgebung austauschen können.