Elementarbereich
Im Elementarbereich der Kita Sandvika wird teiloffen in vier verschiedenen Funktionsräumen gearbeitet. Im Atelier, im Forscherraum, im Bauraum und im Bewegungsraum. Diese Räume sind so ausgerichtet, dass jeweils ein Bildungsbereich fokussiert wird sowie eine Stammgruppe von 25 Kindern dort zuhause sind.
In jedem der vier Funktionsräume sind Rückzugsbereiche für Kinder eingebaut. Nachhaltigkeit wird Kindern vorgelebt, indem sie dort auch Mobiliar wie alte Bauernschränke vorfinden.
Nachdem die Kinder Morgens in ihren Stammgruppen angekommen sind und die erste Zeit dort verbracht haben, werden die Räume für alle Elementarkinder geöffnet, damit jedes Kind seinem individuellen Entwicklungs-Bedürfnis nachgehen kann. Die Mahlzeiten werden ebenfalls in den Räumen eingenommen. Die hauseigene Bio-Küche übernimmt die Versorgung.
Funktionsräume
Atelier, Bewegungsraum, Bau- und Rollenspielraum, Forscherraum
Krippenbereich
Die Kita Sandvika verfügt über vier Krippenräume, die konzeptionell gleich aufgebaut sind. Sie bestehen jeweils aus einem Gruppenraum und einem sich anschließenden Schlaf-und Ruheraum. Zudem teilen sich immer zwei Gruppen einen Sanitärbereich, der ihre Gruppenräume mit einander verbindet. Der Sanitärbereich umfasst eine Wickelstation, Duschmöglichkeiten und WC`s für U3 Kinder.
In jedem Schlaf- und Ruheraum befindet sich ein Schlafpodest mit diversen Rückzugs- und Schlafnischen, in denen bis zu 15 Kinder Schlaf, Entspannung und Erholung finden. Eingebaute Matratzengaragen ergänzen das Podest und sorgen für Ordnung. Außerhalb der Schlafzeiten wird die Podestlandschaft als Rückzugsort, Bewegungsraum und Ort für differenzierte Sinneserfahrungen von den Kindern angenommen. Die Hängewiege bereichert das Podest um einen besonderen Schlafplatz, der viel Geborgenheit gibt und die Beziehung zur Bezugsperson intensiviert.
Die Gruppenräume sind flexibel gestaltet, sodass bei Bedarf die Tische schnell und platzsparend in Garagen verschwinden können und genügend Platz für die U3-Bewegungsbaustelle oder ein großzügiges Krippenatelier auf dem Boden entsteht. Große Spiegel mit Greifmöglichkeiten aus Massivholz unterstützen Krippenkinder in ihrer Identitätsfindung und sind kombinierbar mit der Bewegungsbaustelle.
Ausreichend Tageslicht ist in allen Krippenräumen vorhanden, da sie zum Innenhof und zwischen den einzelnen Räumen über große Fensterelemente auf Kinderhöhe verfügen.
Kita Sandvika - Hamburg, neue Mitte Altona
Spannende Projektdokumentation in Text, Bild & Video
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Portfolio
Bewegungsraum
Atelier, Bewegungsraum, Bau- und Rollenspielraum, Forscherraum
Atelier
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Bau- und Rollenspielraum
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Forscherraum
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Designtools, Lernen mit allen Sinnen
Designtools sind Gestaltungswerkzeuge die von Architekten und Designern bewusst eingesetzt werden, um ästhetische Bildungsräume für Kinder zu schaffen.
Zum Text über Designtools siehe auch die Literatur von Angelika von der Beek: "Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei" und "Bildungsräume für Kinder von Drei bis Sechs" im Verlag das Netz.
» Farben und ihre Wirksamkeit «
» Material, Form und Natürlichkeit «
» Ästhetik und Funktionalität «
» Licht, Schatten und Hormonhaushalt «
» Akustik, Lautstärke und Ruhe «
Farbkreis
Auswahl der Farben nach Farb-psychologischen Aspekten und Wirkungsweisen.
Bsp. Flur
Die Farbe Blau wirkt entschleunigt & erdend und unterstützt somit den sehr dynamischen Bereich um die Garderobensituation.
» Akustik, Lautstärke und Ruhe «
Eine umfangreiche Akustik in einer Kita fordert eine entsprechend umfassende und sorgfältige Verwandlung in eine angenehme und harmonische Geräuschatmosphäre.
Der Raumakustik von Bildungsstätten sollte aufgrund unterschiedlichster Aspekte ein hoher Stellenwert zugeschrieben werden. Allen zu berücksichtigenden Aspekten gemein ist die mögliche Beeinträchtigung oder gar Störung der verschiedenen Sinne.
Daher kann es zu ungünstigen Auswirkungen wie Beeinträchtigungen der Konzentrationsfähigkeit, der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, dem Sozialverhalten, der Sprachentwicklung und dem Wohlbefinden von Kindern und Pädagogen kommen.
Bauliche Begünstigungen gegen Lärm:
Eine Schallschutzdecke sollte eine Mindestanforderung an den Raum sein. Bodenbeläge wie Teppich, Kork und Kautschuk mindern den Schall. Die Wände können z.B. durch den Einsatz von Baumwoll-Putz oder gezielt eingesetzten Elementen wie Teppich schallabsorbierend wirken. Solch ein Teppich kann im unteren Bereich der Wand gleichzeitig als Wandschutz fungieren und in die Gestaltung des Raumes mit einbezogen werden.
Die Bildung von Räumen im Raum durch eine sinnvolle Anordnung aus bestehenden Möbeln wie Regalen, mit denen Bereiche strukturiert werden, fördert die Geräuschreduktion. Bei der Materialwahl und Materialqualität sollte auf die Oberflächenbeschaffenheit geachtet werden. Hölzer sollten mit einem Öl behandelt werden statt lackiert, da ein offenporiges Öl schallschluckend wirkt, wohingegen ein Lack den Schall reflektiert. Der Einsatz von Deckensegeln ist ebenfalls ein interessantes Mittel um die Akustik zu verbessern.
Harmonische Begünstigungen im Kita-Alltag:
Arbeitet eine Bildungsstätte mit Funktionsräumen, so werden laute und leise Tätigkeiten durch die jeweiligen Schwerpunktbereiche in den verschiedenen Räumen der Einrichtung getrennt. Wenn Kinder beispielsweise einen separaten Bauraum zur Verfügung haben, so ist es zunächst in Ordnung, wenn dort eine ausgeprägtere Geräuschkulisse als im Atelier wahrzunehmen ist. Die jeweiligen Maßnahmen zur akustischen Verbesserung der Räume sind immer individuell zu betrachten. Sie stehen im direkten Kontext mit den Inhalten eines Raumes - daraus resultieren die spezifischen Möglichkeiten der Architekten und Designer.
»Lernen mit allen Sinnen«
